Schach als Beruf

Während einer Zugfahrt nach London kam der Weltmeister Steinitz mit einem – wohlhabend aussehenden – Geschäftsmann ins Gespräch. Im Laufe der Unterhaltung wurde Steinitz gefragt, welchen Beruf er denn ausübe.

„Ich bin Schachspieler, mein Herr!“, lautete seine Antwort. „Gut, aber ich wollte gern wissen, was Ihr Beruf ist“, entgegnete der Geschäftsmann. Daraufhin Steinitz: „Ich spaße nicht – Schachspieler ist wirklich mein Beruf.“ Der Gentleman, der von seiner achtjährigen Tochter begleitet wurde, schaute äußerst ungläubig. Doch plötzlich mischte sich die Tochter, in das Gespräch ein: „Spielen Sie immer noch Schach?“ Steinitz lächelte und meinte: „Freilich – und warum auch nicht?“ „Ich habe mit den Figuren gespielt“, entgegnete daraufhin die Achtjährige, „als ich noch ganz klein war – aber jetzt spiele ich schon lange nicht mehr

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