Partieabsprachen

Zu den wohl häufigsten, aber nur schwer nachweisbaren, Betrugsfällen zählt das „Verkaufen“ von einzelnen Partien. Ein dokumentierter Verdachtsfall ereignete sich bei der 5. Meisterschaft der USA in New York 1880. Nach Angaben des Spielers Preston Ware bot ihm sein Gegner der letzten Runde, James Grundy, vor Partiebeginn 20 Dollar für ein Remis. Grundy hatte zu diesem Zeitpunkt im Gegensatz zu Ware noch Chancen auf Turniersieg und Preisgeld. Ware ging nach eigener Aussage auf das Angebot ein und machte in der Partie keine Anstalten, auf Gewinn zu spielen. Grundy hielt sich aber seinerseits nicht an die angeblich getroffene Absprache und nutzte das schwache Spiel seines Gegners zum Sieg aus. Der Fall kam vor das Turniergericht. Da Grundy alles abstritt und daher Aussage gegen Aussage stand, blieb das Resultat bestehen.
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